Freitag, 5. Februar 2016

Guinnesskruste


Ich bin ganz verliebt in dieses Brot. Es entstand aus einer spontanen Eingebung heraus, nachdem ich erst über ein Brot mit Röstzwiebeln und Bier nachgedacht habe (das ich mit Sicherheit auch demnächst backen werde).
Im Kühlschrank wartete meine Flasche Guinness auf mich, ich wollte sie ohnehin an dem Abend trinken und hatte dann den Gedanken, doch einen Teil davon im Brot zu verwenden.
Einmal gedacht, musste das dann natürlich auch sofort umgesetzt werden.




100 g Dinkelkleie
400 g Dinkelmehl
115 g Kartoffelflocken (Püreepulver)
400 ml Füssigkeit (viel Guinness und wenig lauwarmes Wasser)
    2 EL Sauerteig (trocken)
    1 EL Salz
    1 Päckchen Trockenhefe
       etwas Rübensirup, Honig, Agavendicksaft oder Zucker
       Flohsamen
       Leinsamen, geschrotet





Sláinte nach dem Teigkneten
In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten mischen. Der Grammanteil der Kartoffelflocken ist diesmal höher, weil ich kein "liebes" Püreepulver mehr hatte und auf das vom Aldi zurückgegriffen hatte. Das hat mehr im Beutel als die anderen.
Flohsamen habe ich von Sonnentor, Leinsamen von Alnatura. Erstere habe ich aus dem Bioladen, letzeren aus dem Supermarkt. Alnatura gibt es ja inzwischen nicht mehr nur im dm, sondern auch in diversen Supermärkten. Davon habe ich jeweils nach Gusto hineingestreut.
Dann habe ich über den Trockenmischmasch einen Spritzer Rübensirup gegeben.
Im Messbecher waren gut 200-300 ml Guinness, die ich mit lauwarmem Wasser auf 400 ml aufgefüllt hatte. (Und ja...das hat mir schon ein bisschen wehgetan.) Davon habe ich dann nach und nach zugegeben, bis ich einen geschmeidigen, glatten Teig verknetet hatte.
Zu einer Kugel geformt und mit einem Küchenhandtuch abgedeckt ruhte er dann in der Schüssel ca. 40 Minuten und hatte sich schon gut vergrößert, als ich ihn danach nochmal durchknetete und auf einem Backblech zu einem länglichen Brotlaib formte.
Den Laib habe ich mit nassen Händen in Form gebracht und glattgestrichen und dann mit einem Messer eingeschnitten und etwas bemehlt.
Der Backofen heizte auf 230°C Ober-/Unterhitze vor, währenddessen ging der Teiglaib auf dem Blech nochmals mit einem Küchenhandtuch abgedeckt.
Als der Ofen vorgeheizt war, habe ich ds Blech auf mittlerer Schiene eingeschoben und habe das Brot erst einmal 10 Minuten auf den 230°C angebacken, danach auf 200°C zurückgeschaltet und weitere 45 Minuten gebacken.
Was ich dann aus dem Ofen holte, hatte eine wunderschöne Farbe, war kross und duftete himmlisch. Es kostete richtig Überwindung, es nicht gleich anzuschneiden.

Das Brot ist locker und hat eine knusprige Kruste. Es schmeckt sehr herzhaft und das typische Guinnessaroma kommt auch gut durch.
So schmeckt es denn auch wunderbar nur mit Butter oder Margarine bestrichen.
Auch mit Frischkäse und Sprossen hat es eine gute Figur gemacht heute früh. Überhaupt finde ich Käse ganz toll darauf.
Ich werde es in jedem Fall noch einige Male nachbacken.


Kommentare:

  1. Klingt und schaut lecker aus. Auf Guinness wäre ich ja im Leben nie gekommen, tolle Eingebung :)

    Lg
    Clara

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  2. Das werde ich sicher auch nachmachen, vielleicht mit einem anderen Bier, Guiness hatte ich irgendwie irgendwann mal über ;-) Hast du Dinkelvollkornmehl oder 1050 genommen?

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    1. Hallo, Anette! =)
      Ich habe dazu meinen Rest einfaches 630er Dinkelmehl genommen.

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  3. Mir läuft schon wieder dermaßen das Wasser im Munde zusammen! *-* Inzwischen merk ich manchmal richtig dass ich gar kein Bock habe Brot beim Bäcker oder im Supermarkt zu kaufen! :D

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    1. Das ist doch der beste Asporn zum Selberbacken =)

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